Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

glühofen, m.

glühofen, m.,
ofen, der dazu dient, gegenstände, vor allem metalle, bis zur glühhitze zu erwärmen und in dieser temperatur längere oder kürzere zeit zu erhalten, schon mnd. bezeugt (s. u.), im einzelnen nach dem zweck sehr verschieden: glühofen ein ofen, in welchem die kugeln bei belagerungen geglühet werden Adelung 2 (1775) 731; glühofen ein ofen, in welchem man in den münzen das silber in gewissen pfannen, die daher glühpfannen (s. d.) heissen, glühet Krünitz encycl. 19 (1780) 234; so auch mnd. glöyeove s. Lasch-Borchling 1, 123; auf dem Pa-Tschien kommen floszhölzer herab, welche die essen mit holz und die glühöfen mit metall versorgen Gutzkow ges. w. 6, 322; in den glühöfen (der maschinenfabrik) siedet es ders. ritter v. geiste 4, 293; häufig verwendet in technischen und chemischen werken, s. Muspratt chemie 4, 866; 5, 1031; 8, 1555; Jacobsson technol. wb. 2, 123; Karmarsch-Heeren 1, 438; 4, 99; Mothes baulexikon 2, 481; übertragen: im glühofen des lebens ... sich läutern Charlotte Stieglitz ein denkmal (1835) 77; heiszathmig (vom) glühofen des himmels herwehend Rosenzweig Thomsons jahreszeiten (1825) 166. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1941), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 463, Z. 31.

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Zitationshilfe
„glühofen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gl%C3%BChofen>, abgerufen am 05.03.2021.

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