glaubersalz n.
Fundstelle: Lfg. 9 (1948), Bd. IV,I,IV (1949), Sp. 7885, Z. 36
das nach seinem entdecker Joh. Rud. Glauber (1604-1668) benannte schwefelsaure natron, ein auch natürlich vorkommendes mineral (mirabilit), zunächst als sal mirabile Glauberi bezeichnet; auch glauberisches salz, vgl.das englische und glauberische salz (wird) für gleich gehalten allg. dt. bibl., anh. (1771) 1-12, 301 und Hamann (s. unten); glaubersalz ..., welches Glauber der schönen krystallisation wegen wundersalz nannte Zappe miner. handlex. (1817) 381: die fixen bestandtheile (der Berkaischen mineralwasser) sind verschiedentlich gesäuerter kalk, glaubersalz und bittersalz Göthe IV 23, 231 W.; wie ein frommer weihekrug dampfte während dieser zeit der hafen mit den sennesblättern und dem glaubersalz G. Keller ges. w. (1889) 6, 250; als typisches abführmittel geltend, vgl.nachdem ich mich durch zwey loth glauberisches salz zubereitet, habe ich in einem zuge alle dreyszig bogen (von Kants kritik der reinen vernunft) verschluckt Hamann schr. (1821) 6, 178: ich hasse die empfindelei, aber das schicksal hat sie mir fast endlich eingepfropft; und das satirische glaubersalz, das man sonst mit nutzen dagegen nimmt ..., nehme ich fast aus vorlegelöffeln Jean Paul w. 11/14, 301 (Hempel). mundartlich z. b. glauwersolt Block Eilsdorf 65, glabersalz luxemb. mundart 147, lowəsalts rhein. wb. 2, 1263, gläuber- oder luubersalz Friedli Bärndütsch 3, 47.
Zitationshilfe
„glaubersalz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/glaubersalz>, abgerufen am 15.12.2019.

Weitere Informationen …