glumsen glummsen vb.
Fundstelle: Lfg. 3 (1941), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 472, Z. 22
glimmen, intensivum zu glummen wie glimmsen (s. o.) zu glimmen, allgemein verbreitet in südlichen teilen des bayr.-österreichischen, s. Loritza idiot. Viennense 52; Jakob Wiener dialekt 70; Lexer kärntisches wb. 117; Unger-Khull steirischer wortschatz 296; wie das subst. ²glumse (s. d.) begegnet es vereinzelt auch im südlichen alemannischen (nicht Elsasz), s. Seiler Basler ma. 139; Staub-Tobler 2, 629 (für Basel und Bern); Schmid schwäbisches wb. 235 (für die gebiete des Bodensees). eine herleitung aus glunsen (s. L. Jutz d. alemannischen maa. § 101) ist ebenso wenig möglich wie der umgekehrte weg (s. Frommann dtsche maa. 7, 336): schalen mit edlem wolgeschmackten gewürtz, welches auff ein wenig kolen glumset buch d. liebe (1587) 191ᵈ; wie ein funcke, der eine weil in der asche verborgen geglumeset hatte, endlich eine flamme gibet Ph. J. Spener leichpredigten 8 (1698) 335; ein weib (hat) also mit den feurigen augen geglumset, dasz sie einer natürlichen nachteul oder höllenkautzen gleichete Abr. a s. Clara etwas für alle 2 (1711) 316; diese (frau) war einest ... also ergrimmet, dasz sie ... mit den feurigen augen geglumbset, dasz sie einer natürlichen nachteul oder höllenkautzen gleichete Stranitzki ollapatrida 37 Wiener ndr.;
ei, glumset und gloset nur, böckchen und langohr!
zeit ists, dasz ihr nun endlich zum fegenden feuer verdammt seid
R. Hamerling s. w. 5, 90 R.:
vgl. ferner die belege bei Staub-Tobler a. a. o.
Zitationshilfe
„glumsen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/glumsen>, abgerufen am 24.08.2019.

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