Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gottesgeschöpf, n.

gottesgeschöpf, n.,
seltener gottgeschöpf Hebbel tageb. 3, 112 Werner; Rückert ges. poet. w. (1867) 2, 343. vornehmlich vom menschen: wirst schon gut werden, wenn du nur siehest, dasz du ein guts gottesgeschöpf bist portraits (1779) 18; Rosegger schr. (1895) I 5, 283. seltener sonst von lebewesen: gleich einem büszenden Brahminen, der seinen leib dem ungeziefer preisgibt, damit auch diese gottesgeschöpfe sich sättigen H. Heine s. w. 3, 213 E. auf geistige gebilde bezogen, mit einschlusz eines elativen moments: (man) nötigt (uns), ihn (Homer) als eine herrliche einheit und die ... gedichte als einem einzigen höheren dichtersinne entquollene gottesgeschöpfe vorzustellen Göthe I 41, 2, 236 W.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1954), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 1248, Z. 75.

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goldklosz gotteskampf
Zitationshilfe
„gottesgeschöpf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gottesgesch%C3%B6pf>, abgerufen am 23.04.2021.

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