Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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vereinzelt mit fugenvokal: grase-flecke (dat. sing.) Döbel jägerpract. (1754) 2, 252. erst seit dem 18. jh. bezeugt, aber schon älter in einer diminutivform, s.grasfleckchen. 1) ein kleiner, mit gras bewachsener platz: vor-ende, wird bey dem acker-bau dasjenige stücke gras-fleck genennet, welches vor der einen seite des ackers gemeiniglich lieget Zincke allg. öcon. lex. (1744) 3048; auch die grasflecken und kleinen wiesen haben sich rausgemacht und blumenwerk angelegt Holtei erz. schr. (1861) 17, 34; (Hinrich) kletterte wieder über die hecke und warf sich auf den grasfleck, wo er vorhin gelegen hatte L. v. Strausz u. Torney hof am Brink (1935) 72. als viehweide genutzt: begegneten sich zwo grosse haushaltungen (die mit ihren herden von weide zu weide zogen), so schlugen sie sich um einen grasflecken so hartnäckig, wie in neueren zeiten die Engländer und Franzosen um die küste von Nordamerika Sonnenfels ges. schr. (1783) 2, 285; er ... hatte ... einen grasfleck für ein rind und das recht, zwei gänse in die gemeindeweide mit einzutreiben Immermann w. 1, 72 Hempel; wo sich ein stück brod findet für mich, da wird sich auch ein grasfleck finden für dich (das pferd) H. Laube ges. schr. (1875) 11, 32. 2) ein durch gras verursachter schmutzfleck, besonders an der kleidung, vgl. Campe 2 (1808) 442ᵇ; Fischer schwäb. 3, 798. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1958), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 1964, Z. 12.
Zitationshilfe
„grasfleck“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/grasfleck>, abgerufen am 24.02.2020.

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