grundfehler m
Fundstelle: Lfg. 5 (1931), Bd. IV,I,VI (1935), Sp. 799, Z. 44
(vgl. comp.-typ. 5 p β bzw. r), bei personen, als eigenschaft gedacht: (man sucht) ... den gr. allein in der ungeschicklichkeit des componisten Scheibe crit. musicus (1745) 1014; er hat seine fehler, aber nur einen gr. D. Fr. Strausz ges. schr. 3, xxix; (dieser) gr. nachlässiger schauspieler (schlechte aussprache) schr. d. Göthegesellsch. 6, 79; die generalbeichte ... giebt einen ... blick auf die gr. und laster einer person Rosegger III 10, 225; verstärkt: dasz ein solches ... wollen ... ein rechter grund- und erbfehler ... ist, ... das weisz jeder erzieher F. Schlegel 12, 121; dann fehler des handelns: auszerdem begeht er noch einen haupt- und gr. Göthe II 4, 169 W.; wo wir nicht irren, so liegt der gr. ... in der vermischung und verwechslung dieser beiden gesichtspunkte Moses Mendelssohn ges. schr. 4, 2, 533; mit unpersönlichem beziehungswort: einen gr. hat das singspiel Göthe 35, 9 W.; es rächte sich ... der gr. der politic des alterthums Mommsen röm. gesch. 2, 95; alle bemühungen ... um diese gr. (der wärmeverluste bei dampfmaschinen) zu heben blieben fruchtlos Karmarsch-Heeren 2, 556. —
Zitationshilfe
„grundfehler“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/grundfehler>, abgerufen am 11.11.2019.

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