Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

gutsherr, m.

gutsherr, m.,
der herr und besitzer eines landgutes (vgl.gut, n., B 3), im älteren nhd. auch als gutherr belegt, vgl. Fischer schwäb. 3, 965 (beleg von 1553): wurden die namen der verstorbenen oder abgegangenen gutherrn gelöscht und der neuen ihre namen in sterbe- oder kauflehen wiederum in das wachs gebracht v. Ludewig gel. anz. (1743) 142; es kam ungefehr einer seiner meiern daher, ... der gother oder guttsherr sprach, er solte über eine stund oder etwas wider ansprechen und die wurst auch versuchen gepfl. fincken (1665) 19; unter gutsherrn, verwaltern und pächtern fanden sich ... erfahrne männer Göthe II 6, 389 W.; die bauern muszten als entschädigung für die bisherigen leistungen an die gutsherren diesen ein drittel oder die hälfte ihrer höfe abtreten hwb. d. staatswiss.³ 1, 202. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1935), Bd. IV,I,VI (1935), Sp. 1475, Z. 22.

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gutchen göschstock
Zitationshilfe
„gutsherr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gutsherr>, abgerufen am 26.09.2020.

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