Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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hadel, m.

hadel, m.
zerrissenes zeug, lumpen, fetzen, mhd. hadel (Ben. 1, 608ᵃ); ahd. hadal ist vorauszusetzen nach zihadilohter laciniosus Graff 4, 805. alte haddeln. interim 352; kleider machen leute, haddeln machen läuse. 464. hadel heiszt auch die rispe an gräsern, panicula (Nemnich), wegen ihrer zerstreut herabhängenden einzelnen theile. das wort ist, nach dem bekannten wechsel zwischen r und l, auch formell ganz gleich dem unten folgenden hader.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1868), Bd. IV,II (1877), Sp. 109, Z. 25.

hädel, m.

hädel, m.
in der bergmannssprache der obere theil des schlammes beim schlemmen der erze. Jacobsson techn. wb. 2, 184ᵇ. die vollere form dieses wortes ist häuptel (bergw.-lex. 291ᵃ), woraus hädel oder hedel entsteht, wie die form hêd in krauthed, kohlhed aus heubt, haubt; vergl. weiteres unter haupt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1868), Bd. IV,II (1877), Sp. 109, Z. 33.

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Zitationshilfe
„hädel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4del>, abgerufen am 20.10.2021.

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