Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

häflein, n.

häflein, n.
kleiner hafen, ollula: häfele Maaler 204ᵈ; ging er gegen mir zum tisch zu und reichte mir ein irden pfennighäfelein in der hand dar. Simpl. 1, 451 Kurz. im sprichwort: der erster zum herd kompt, setzet sein häfelin wohin er wil. Agric. sprichw. (1560) 229ᵃ; hei, kleine häflin laufen bald uber. Garg. 128ᵃ; so noch in Tirol. Fromm. 5, 445. unter dörflichen gebräuchen wird aufgezählt: wa verschenkt man den namen, wa trägt man die häfflin zusammen, wa löszt man sich, wa gibt man richtwein, wa ruckt man den tisch, wa gibt man die hauszrachtung, wa ertrenkt man das liecht, wa geht das kräntzlin herumb u. s. w. Garg. 52ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1868), Bd. IV,II (1877), Sp. 127, Z. 43.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
hunger höllenstrasze
Zitationshilfe
„häflein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4flein>, abgerufen am 23.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)