Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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häftlein, n.

häftlein, n.
kleiner haft oder haftel, häufiger in der form heftel, heftlein üblich, s. d. auf dem umstande, dasz die häftlein zuletzt an ein kleidungsstück gesetzt werden, fuszt die bairische redensart wenn die häftlein drein kommen, am schlusse, bei der beendigung, vollendung. Schm. 2, 160.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1868), Bd. IV,II (1877), Sp. 136, Z. 1.

heftlein, n.

heftlein, n.
kleine spange, nadel, zum zusammenhalten eines kleides, dim. von haft und heft (vergl. häftlein sp. 136); mhd. heftelîn: acicula heftle, haftle, guffen Dief. 9ᵇ; fibula ein brustheftlîn 233ᵃ; acicula häftlein, guffen Golii onomast. (1582) 214; heftlein, parva fibula, acicula, uncinulus Stieler 815; ein durchlöchert oder mit groszen glufen (oder heftlein) zerstochenes papier. Hohberg 2, 420ᵇ; oft in kostbarer ausführung: der preüt vergülter gürtel und gülden heftlein gestunden 58 gulden. d. städtechron. 2, 5, anm. 3; in einem merderein mantel, der mit seiden purpur ein überzug het, und het gar köstlich heftlein. 3, 69, 4;
auch hab ich nadeln, pursten und kem,
fingerhuot, taschen und nestel vil,
heftlein und heklein, wie mansz wil.
fastn. sp. 477, 27;
ihr kinder, bringt haderlumpen mir!
ich gib euch schön gmahlt brief darfür,
stecknadel, heftlein und schleifen.
Ayrer 105ᶜ (532, 13 Keller).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,II (1877), Sp. 775, Z. 4.

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Zitationshilfe
„häftlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4ftlein>, abgerufen am 28.10.2021.

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