Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

händchen, n.

händchen, n.
kleine hand: das händchen des kindes; das sammetne händchen der geliebten; wenn er auf das kleine braune moos trat, so ächzte es .. und er sah, wie es die behaarten händchen rang. Immermann Münchh. 3, 82 (wunder im Spessart);
kniet auch nieder, faltet eure händchen,
und betet still um gottes ewge huld.
Körner Rosamunde 5, 11;
wohin des kindleins händchen langt.
Arndt ged. (1840) s. 460.
Es war vordem sitte, ein neugeborenes kind so in windeln einzuschlagen, dasz dieselben mit dem leibe auch alle gliedmaszen fest umschlossen, nach neun tagen wurden dem kinde die hände zuerst freigelassen, das nannte man einem kinde die händchen geben. öcon. lex. 901.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1869), Bd. IV,II (1877), Sp. 366, Z. 67.

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Zitationshilfe
„händchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4ndchen>, abgerufen am 27.10.2021.

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