Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

händedruck, m.

händedruck, m.
druck der hände zur begrüszung, sowie als zeichen der zärtlichkeit, freude, versöhnung (sp. 332): sein händedruck hatte etwas herzliches und belebendes. Göthe 25, 360; aus freundlichen blicken, geselligen aufmerksamkeiten und zwei oder drei händedrücken, wie sie ein unbefangenes wohlwollen giebt und nimmt, war bald für uns ein netz zusammengestrickt worden, aus welchem wir schlechterdings als braut und bräutigam hervorgucken sollten. Immermann Münchh. 1, 165;
männer,
die keinen händedruck erlaubt
sich halten.
Göckingk 3, 171;
laszt diesen händedruck die wunde heilen,
die meine zunge übereilend schlug.
Schiller jungfr. 2, 2;
und seiner rede
zauberflusz,
sein händedruck,
und ach sein kuss!
Göthe 12, 178;
wann einst fromme herzen deutsch sich finden,
ohne eide mit dem händedruck
werden sie hier treue binden.
Arndt ged. (1840) 244.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1869), Bd. IV,II (1877), Sp. 367, Z. 54.

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Zitationshilfe
„händedruck“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4ndedruck>, abgerufen am 20.10.2021.

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