Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

häppchen, n.

häppchen, n.
1)
kleiner bissen, nd. happken Dähnert 175ᵃ; ein häppchen brot, ein häppchen fleisch; bildlich: wie in allen Weberschen kompositionen viel gesuchtes, gepritzeltes, aus feinen häppchen zusammengesetztes. Zelter an Göthe 4, 413; in Obersachsen und Düringen häufig zur bildlichen verstärkung der negation verwendet: der finger thut mir nicht ein häppchen mehr weh, gar nicht.
2)
beere:
ist auch die rothe lippe da
und iszt, und wärs ein unreif häppchen.
Tieck 2, 342;
dasz ich es spüren
und röther würde als ein häppchen.
Rückert 144.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1869), Bd. IV,II (1877), Sp. 472, Z. 31.

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Zitationshilfe
„häppchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4ppchen>, abgerufen am 21.10.2021.

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