Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

härtling, m.

härtling, m.
1)
bezeichnung härtlicher früchte,
a)
einer apfelart, pomum duracinum, von hartem fleisch und sauerm geschmack in mehreren unterarten. Nemnich wb.; hartlinge duracina, alba et rubra. Stieler 1378. s. hartapfel.
b)
einer pfirsichart: der dunkelrothe härtling; der weisze härtling; der violette muskatellerhärtling; der gelbe härtling. Nemnich 1, 248. 249.
c)
der in folge zu später blüte nicht gereiften weintraube, die sonst heerling, herling heiszt, s. auch härling spalte 480. bei Weckherlin in bildlicher verwendung, um die bösen früchte der sünde zu malen:
die härtling ihrer sünden.
s. 245 (ps. 107, 18).
2)
härtlinge, im hüttenwesen harte schlacken, die das zinn spröde machen. miner. lex. 287ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1870), Bd. IV,II (1877), Sp. 516, Z. 36.

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Zitationshilfe
„härtling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4rtling>, abgerufen am 18.10.2021.

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