Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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hatschen, hätschen, verb.

hatschen, hätschen, verb.
ein mundartlich weit verbreitetes, lautmalendes wort.
1)
es gilt vom schleifenden, schleppenden gange, wie er namentlich durch altes nicht fest an den füszen sitzendes schuhwerk hervorgerufen wird, so im gröszten theile von Ober- und Mitteldeutschland Fromm. 3, 10, woselbst sich auch ein subst. pl. hâtschen alte abgetretene schuhe, pantoffeln gebildet hat; im Meraner dialecte tschâtschen, einen schleifenden gang haben, auch langsam und leise gehen. s. 8; ich hätsch ouch mit, sprach yhener würt, fürt man in mit sinen gästen ann galgen zuͦn dürren brüdern in den väldorden. S. Frank spr. 2, 101ᵇ; ich hetsch mit wie der schultheisz von Stechfelden, der hieng mit. Garg. 228ᵇ. vergl. hatsche sp. 558.
2)
von der gleitenden, streichelnden bewegung der hände geht das tirolische hatschen neben háitschen aus, streichelnd liebkosen. Fromm. 6, 146. auch sonst liegt in dem worte der begriff des gleitenden, wiegenden, bair. hetschen, schwanken, schaukeln, sich hetschen schaukeln, der hetscher, schwankender sumpfboden Schm. 2, 259; in Koburg hötscheln schaukeln. Fromm. 4, 258.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1870), Bd. IV,II (1877), Sp. 559, Z. 22.

hätschen, verb.

hätschen, verb.
schluchzen, s. heschen und hetschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1870), Bd. IV,II (1877), Sp. 559, Z. 41.

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Zitationshilfe
„hätschen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4tschen>, abgerufen am 20.10.2021.

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