Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

haubeln, häubeln, verb.

haubeln, häubeln, verb.
mit einem häublein versehen.
1)
vorzüglich vom falken und sperber (nach haube 4) gebraucht: falken haubelen, falconi capitium induere Stieler 792; der sperber läszt sich gern häublen, aufsetzen, herab nehmen und äsen. Hohberg 2, 658ᵃ; ein guter sperber soll im fluge schnell, im fangen geschicklich, im wiederkehren willig sein und sich gerne häublen, aufsetzen, abnehmen und äsen lassen. Heppe jagdlust (1784) 3, 20.
2)
häubeln, nach den zu haube 2 aufgeführten redensarten verwendet: im Nassauischen häubeln an die haube (bei den ohren) nehmen. Kehrein 188; er wird die Polen gewis haubeln (ihnen auf die haube gehen, sie angreifen). Wallensteins briefe 82;
und euch (flöhe) darnach die zarte weiblin
heraber kläubeln und recht häubeln.
Fischart flöhhatz 868 Scheible.
vergl. auch bair. haubenen, bei der haube fassen, auf die haube schlagen. Schm. 2, 138.
3)
häubeln, ein nicht näher bekanntes gesellschaftsspiel. Garg. 168ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1870), Bd. IV,II (1877), Sp. 566, Z. 5.

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Zitationshilfe
„häubeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4ubeln>, abgerufen am 23.10.2021.

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