Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

häufchen, n.

häufchen, n.
kleiner haufe: ein häufchen erde; ein häufchen asche; ein häufchen geld; sobald er ein häufchen vertrauter personen um sich erblickte. Göthe 19, 329; wenn meine leute beisammen sind, es wird ein häufchen sein, dergleichen wenig fürsten beisammen gesehen haben. 9, 86; häufchen abschlagen nennt Gleim ein gesellschaftsspiel:
wenn unsre schäfer lachten
und scherzten, und das spiel mit schäferinnen machten,
bei dem man einen bock, mit rosen schön gekrönt,
für den gewinner setzt, so stand er angelehnt
und lächelte dazu! er glaubte viel zu wagen,
wagt er mit dir und mir ein häufchen abzuschlagen.
3, 25.
sprichwörtlich: er sitzt da wie ein häufchen unglück; nd.: hei huckt wie en hupke onnglöck. Frischbier. euphemistisch steht häufchen für excremente: ein häufchen machen, cacare; vergl. haufe I, 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1870), Bd. IV,II (1877), Sp. 582, Z. 45.

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Zitationshilfe
„häufchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%A4ufchen>, abgerufen am 19.10.2021.

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