Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gehöfelt

gehöfelt,
gesäuert, für gehefelt (s. d.): ir trank ist wasser, medt, und ein gehöfelter saft, den sy quasset nennen. Frank weltb. 56ᵇ; darzuͦ brauchen sy gehöfelt brodt. 136ᵃ; das weizenmeel muste zimlich gehöfelt, gesalzen und gebacken werden. Tabern. 605; ungehöfelt und ungesalzen brot ist sehr schädlich. 591. vgl. höfel für hefel (hebel), sauerteig. Anders für gehobelt: damit sie (die jugend) ein wenig gehöfelter und geschliffener werden möge. Helbach grob. vorr. 5; s. höfel für hobel ( Luther), höffelen, hofeln unter hobeln. auch bei Luther gehöffelt holz 2 chron. 34, 11, von einer riegen gehöffelter cedern 1 kön. 6, 36, von glatem und gehofeltem thennen holz, s. Dietz 2, 46ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1880), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 2490, Z. 27.

höfeln, verb.

höfeln, verb.,
nach hof in verschiedenen bedeutungen.
1)
die ältest nachweisbare nach hof 5, in gesellschaft sein, eine fröhliche gesellschaft mitmachen. Schm. 1, 1061 Fromm. mit zahlreichen belegen aus der ältern sprache: hoflen, convivare, opipare, comesari. voc. inc. theut. k 3ᵃ; wie vil huͦren machet der wein, wie vil ehebrüch richt das höflen, zechen, bankatiern an. S. Frank trunkenh. C4ᵇ;
ich nim mich umb den adel an,
dem wirt solch grosz mue aufgetan
mit hofeln, tanzen, rennen, stechen,
mit ruckenpiegen und sper zubrechen.
fastn. sp. 380, 7;
(eine frau die) nicht höfelt stets und neue tracht
wil haben und sein grosz geacht.
Mathesii oeconomia.
2)
neuer, höflichkeiten erweisen, aufmerksam sein gegen jemand schmeicheln (vgl. hof 8 sp. 1658): sie wurde von vielen wegen ihrer schönheit gehöfelt. Harsdörfer lust. u. hofrr. gesch. 83; wenn die junker den bettlern im dorf höfelen, so helf gott den bauern. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 1, 46;
ach mit welchen honigreden
höfelt er ihr als sponsier!
Langbein schriften 2, 49;
mancher vertändelt mit weibern sein leben,
höfelt und schmachtet und härmet sich krank.
2, 175;
er (ein hund) höfelt ihm mit manchem sprung,
als wären sie bekannt.
2, 103.
3)
auch hofgemäsz, nach hofart sich betragen:
sei stets auch eifernd, ungefälscht,
du sohn von Teut und Mana!
nicht schlau gehöfelt, noch gewälscht
mit tückischer tofana!
Voss 5, 46.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1663, Z. 46.

hofeln, höfeln, verb.

hofeln, höfeln, verb.
für hobeln, vgl. sp. 1589.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1663, Z. 77.

höffeln, verb.

höffeln, verb.
für hobeln, s. sp. 1589.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1668, Z. 43.

höseln, verb.

höseln, verb.
sich mit hosen versehen, von den bienen gesagt, wenn sie brot oder wachsmehl eintragen (vgl. höschen und hose 7, c): die bienen höseln. Adelung. schweiz. dagegen höselen, bei den hosen nehmen, packen im ringkampfe oder sonst. Stalder 2, 57.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1840, Z. 76.

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Zitationshilfe
„höfeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6feln>, abgerufen am 21.10.2021.

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