Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

höfig, adj.

höfig, adj.
1)
zu einem hofe (edelhofe) gehörig, ihm verpflichtet: da die dingelute, ader anders genant die hofigen lude, pflegen gericht zu besitzen und zu halten. weisth. 3, 486 (Wetterau v. 1441); also nu die hoifigen menner nidergesessen waren mit dem schultheiszen .. und dasselbe hoifige gerichte bestalt und geheget waʒ als recht ist. 5, 307 (das. von 1443); itein wart gefragt, so eime soliche hoifige gute ufersterbin und an ine komen, in waʒ zite he soliche gute emphaen und hoifig werden solle. ebenda.
2)
im Berner oberlande ist höfig so viel wie höflich, wolgesittet. Stalder 2, 50.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1685, Z. 47.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
hunger höllenstrasze
Zitationshilfe
„höfig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6fig>, abgerufen am 23.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)