Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

höhen, verb.

höhen, verb.,
ahd. hôhjan, mhd. hœhen, hoch machen, ein im nhd. zu gunsten von erhöhen seltener gewordenes verbum. Es bezeichnet
1)
hoch machen, in örtlichem sinne: die insul .. höcht und spitzt sich in irer lengi in dem mittel in eines büchels (bühels) weise. Gallus Oheim chr. von Reichenau 25, 22;
Ossa zu höhn auf Olympos gedachten sie, aber auf Ossa
Pelion, rege von wald, um hinauf in den himmel zu steigen.
Odyssee 11, 315.
bildlich: weil er damit länger und rüstiger am neuen baue (Deutschlands) helfen und höhen kann. J. Paul nachdämm. s. 70. technisch, in der malerei (vgl. hierzu höhe 1, i sp. 1707): sechs gemählde auf goldgrund. die lichter in den gewändern mit gold gehöht. Göthe 39, 274; bei den hohen lichtern (von glasmalereien) ist der grund scharf weggenommen, die übrige haltung aber mit kleinen strichlein hervorgebracht, wie man auf einem dunklen grund mit kreide höhen würde. 43, 133.
2)
hoch machen, dem grad nach; steigern, kräftigen, von empfindungen und ihrem ausdruck:
die vögel höhen ihren sang.
Hölty 145 Halm,
in einer sehr freien nachbildung eines liedes des Schenken von Limpurc, wo es heiszt:
diu vogellîn hœhent ir gesanc.
minnes. 1, 133ᵇ Hagen;
er treibt mein rad und schüret mein feuer gut
und singet so hell: das höhet mir den muth.
Uhland ged. 349;
bezüglich des ranges:
ich darf mich so nicht höhen.
v. Birken Guelfis 248.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1710, Z. 37.

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Zitationshilfe
„höhen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6hen>, abgerufen am 26.05.2020.

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