Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

höhnerei, f.

höhnerei, f.
cavillatio, ludibrium. Steinbach 1, 780: (das epigramm soll mehr in anderem) bestehen, als spötlicher hönerei und aufruck anderer leute laster und gebrechen. Opitz poeterei 24; hönerei, spott und betrug. Wesenigk spielsieben (1702) 69; in einem buche, in welchem der persifflirende ton so herrschet, dasz den meisten lesern auch das, was guter gesunder verstand darinn ist, nichts als posse und höhnerei zu sein scheint. Lessing 7, 376; doch alle diese höhnerei prallt auf mich selbst zurück. 10, 87; aus erbaulichem phrasenschwall fällt er in niedrige, grimassirende höhnerei herab. Strausz die halben und die ganzen 37;
wer durch den kummerzahn ihm mark und saft verzehrt,
hat nur den feinden zeug zur höhnerei gewehrt.
Hoffmannswaldau verm. ged. 8;
nein; selbst ihr lächeln nicht! ich hab es ja
wohl schöner noch an aberwitz, an tand,
an höhnerei, an schmeichler und an buhler,
verschwenden sehn!
Lessing 2, 334.
im plur. höhnereien: konnte er alle die bittern höhnereien vorausdenken, womit ihn zu hause der vater, und auszer dem hause die vielen familien verfolgen würden. Engel 12, 43.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1727, Z. 32.

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Zitationshilfe
„höhnerei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6hnerei>, abgerufen am 17.10.2021.

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