Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

höllenfeuer, n.

höllenfeuer, n.:
(ich habe) verdient das höllenfewr.
Schnüffis mirant. flötlein 27, 19;
und wünscht den todten bösewicht
ins tiefste höllenfeur.
Hölty 187 Halm;
ein überteuflisch element! (ist die liebe)
weit spitziger als höllenfeuer!
Göthe 41, 329.
bildlich: noch ist es zeit, Tertullia,
diesz höllenfeuer (der eifersucht) auszugieszen.
Gökingk 1, 86.
Im mhd. war hellefiur nicht nur appellativ, sondern auch eigenname, so eines fahrenden sängers:
von Wirzeburc meister Cuonrât,
der besten singer einer, ...
der Helleviur der ander sî,
der Unverzagte, sô ist ir drî.
minnes. 3, 65ᵇ Hagen;
vergl. die lieder desselben ebenda 33.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1750, Z. 63.

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hunger höllenstrasze
Zitationshilfe
„höllenfeuer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6llenfeuer>, abgerufen am 20.10.2021.

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