Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

höllenreich, n.

höllenreich, n.
gebiet der hölle, die vom teufel regierte hölle, mhd. hellerîche:
er (der teufel) wirft zu Christi fusz
sein höllenreich und musz
selbst in des siegers band
ergeben fusz und hand.
P. Gerhard no. 27, 3.
auch in freierer verwendung, gebiet wie das der hölle:
auch pulvergänge haben sie gegraben,
und über einem höllenreiche steht
die bange stadt, gewärtig jede stunde,
dasz es mit donners krachen sich entzünde.
Schiller jungfrau, prolog 3. auftr.;
gebiet der unterwelt:
so haben mich die götter ausersehn
zum boten einer that, die ich so gern
ins klanglos-dumpfe höllenreich der nacht
verbergen möchte?
Göthe 9, 46.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1754, Z. 70.

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hunger höllenstrasze
Zitationshilfe
„höllenreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6llenreich>, abgerufen am 17.10.2021.

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