Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

höllenzwang, m.

höllenzwang, m.
titel von zauberbüchern, um die geister der hölle zur dienstbarkeit zu zwingen, seit dem 16. jh. bekannt und mit dem namen des dr. Faust in verbindung gebracht, vgl. Engel bibliotheca Faustiana (1874) s. 28 ff.; aber sagen sie mir nur, was lesen sie denn da für ein buch? ... solche krakelfüsze, solche fürchterliche zickzacke, die kann ein mensch lesen? wenn das nicht wenigstens Fausts höllenzwang ist ... Lessing 1, 214; die dritte hauptquelle der Faustsage, die sogenannten höllenzwänge, sind geisterbeschwörungsbücher, die ... dem doktor Faust selbst zugeschrieben sind. H. Heine 7, 167; nur vor eins möchte ich euch warnen, nämlich vor dem moniteur von 1793. das ist ein höllenzwang, den ihr nicht an die kette legen könnt, und es sind beschwörungsworte darin, die viel mächtiger sind, als gold und flinten. 8, 38.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1757, Z. 33.

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höllenstrafe
Zitationshilfe
„höllenzwang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6llenzwang>, abgerufen am 14.08.2020.

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