Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

höllkuchen, höllenkuchen, m.

höllkuchen, höllenkuchen, m.
im sinne von extrageschenken, sporteln: sie (die mitglieder des stadtrats) brachten der frau gefatterin hundert dukaten und ein verguldetes kandt, war ein guter hellkuchen aus des von Neuhaus gütl. Ludwig chronik von Brünn 78; so haben auch die herren bürgermeister nebenst dem herrn schultheiszen, immer so einen schlampamp, und höllenkuchen mit neben bei zu verschlucken, oder auf den pump zu saufen. baurenst. lasterpr. 31;
zu ruck slon sy dy arm gemein
da omb, of das fur gee allein
yr wil und nutzung, dy sy bruchen,
als wan men yn gibt dy helkuchen
und spricht einer also zu yn
'se, nim x gulden vor dyn styn' (stimme, bei wahlen).
Mone anzeiger 3, 292 (15. jahrh.);
helkuochen und hantsalben vor gericht,
dar mit man eim armen sein recht zupricht.
fastn. sp. 294, 5.
s. das folgende.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1759, Z. 1.

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höllenstrafe
Zitationshilfe
„höllkuchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6llkuchen>, abgerufen am 07.07.2020.

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