Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

höllenrachen, höllrachen, m.

höllenrachen, höllrachen, m.
rachen der hölle (vgl. oben hölle 1, b): darumb alle klöster als des teufels hellrachen, zu fliehen und zu verfluchen sind. Luther 6, 178ᵇ; der gräuliche höllenrachen thut sich links auf. Göthe 41, 324;
gott der uns vom höllen-rachen
gab das mittel los zu machen.
Logau 1, 139, 100;
der ganze horizont in einen höllenrachen
verwandelt, lauter gluth.
Wieland 23, 16 (Ob. 7, 19);
und wie aus offnem höllenrachen
speit es verderben zündend aus.
Schiller glocke v. 348.
als schimpfwort für einen menschen: darumb heiszt man die wucherer recht und billig schinder, stulreuber und hellerachen. Pauli schimpf 87ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1754, Z. 51.

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höllenstrafe
Zitationshilfe
„höllrachen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6llrachen>, abgerufen am 16.07.2020.

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