Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

höllriegel, höllenriegel, m.

höllriegel, höllenriegel, m.
riegel der hölle, d. i. der teufel, der den rückweg aus der hölle wehrt, mhd. hellerigel (wb. 2, 1, 702ᵃ): unter teufelnamen erscheint Hellrigel fastn. sp. 445, 32. als bezeichnung eines bösen, teuflischen weibes: hellriegel, vectis infernalis, objectaculum tartari, ita per convitium appellant vetulam deformem et rixosam. Stieler 1572: zuͦ dem sind etliche wyber von art und natur halb rössy und hellrigel, nur mannlicher dann wybischer art. Rüff trostbüchle 88; bei .. dem bösen hellriegel (meiner frau). Frey garteng. 41; bedenke, was du dir für ein creuz auflädest, wann du unbedachtsamer weisz hinein plumbest, und einen bösen hellriegel zum weibe bekommest. Creidius 1, 391; o du höllenriegel! ist das der dank? C. F. Weisze kom. opern 2, 243;
ei du hellrigel und Lucifer!
ei das dein sel dem teufel wer! (der ehemann zur kupplerin).
fastn. sp. 281, 22.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1760, Z. 8.

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höllenstrafe
Zitationshilfe
„höllriegel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6llriegel>, abgerufen am 07.07.2020.

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