Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

hörsaal, m.

hörsaal, m.
saal für das anhören eines vortrags, besonders eines akademischen, bei Frisch 1, 467ᵃ noch hörstube, auditorium, aber bald nachher gebräuchlich: wenn er es nun gar, indem er in allen gesellschaften der falschen weisheit die larve abrisz, dahin brächte, dasz ihre hörsäle, ich will nicht sagen leer, doch minder voll würden. Lessing 11, 28 (von 1750); die aufsätze, mit deren ausarbeitung ich mir die zeit vertreibe, in meinem hörsahle vorzulesen. Wieland 1, 86; ein seraph findet auch in unsern kollegien und hörsälen keine geschäfte, sondern nur spiele. J. Paul uns. loge 3, 124;
bis in den hörsaal war der neid als neid gekommen.
Rost verm. ged. (1769) s. 10;
als solltet ihr in den hörsaal hinein,
als stünden grau leibhaftig vor euch da
physik und metaphysika!
Göthe 12, 141.
auch wie sonst auditorium, die im hörsaal versammelten: fünf acte freilich, welche nur für den philosophen oder einen ausgesuchten hörsaal genugsame fülle haben. Göthe 46, 143.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1833, Z. 23.

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höllenstrafe
Zitationshilfe
„hörsaal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%B6rsaal>, abgerufen am 06.07.2020.

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