Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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hübel, m.

hübel, m.
die alte und jetzt noch ober- und theils mitteldeutsche form für hügel: alts. huvil, huvel; mhd. hübel; collis hobel, hubbel, hübel, hüebel, mit vocalverbreiterung auch hewffel und mit tenuis hoppel Dief. 132ᶜ, welche form im hessischen hüppel, hoppel fortlebt (Vilmar 179); der selbige see adder das wasser gyng um eynen groszen berg, an dem berge hyng eyn grosz hofvel, dor uff lag eyne schöne borg. der hofvel wasz .. gar genowe an dem berge. altd. blätter 1, 133 (aus einer Leipziger handschr. des 15. jahrh.); die Thonaw aber die entspringt aus dem berg Abnoba auf einem hübel oder reyn. Micyll. Tacit. 438ᵃ; an demselbigen hübel, der sehr hoch zu steigen ist. Thurneiszer magn. alchym. 1, 118; es wächset auf dürren hübeln und rechen. Tabernaem. 516. auch für erhöhung von fleischtheilen: die fleischichten hübel an dem gaum sind hoch erhaben. Zechendorfer 1, 28. bei den jägern heiszt hübel die kleine höhe von erde, welche zwischen den klauen bleibt in der hirschfährte. Frisch 1, 471ᵃ aus Flemings teutschem jäger (Göchhausen not. ver. 24 nennt sie hüglein). das wort ist jetzt noch bairisch (wo es nicht nur eine anhöhe, sondern auch die beule, und in der redensart he henkt de hübel auch den kopf bedeutet. Schm. 1, 1039 Fromm.); östreichisch (Castelli 169), kärntnisch (Lexer 145), und namentlich längs dem Rheine bekannt (Fromm. 2, 552. 3, 47; hübel, hüwel, hüwwel, hiwwel, hüppel, hippel, heppel, hoppel, höppel, huppel Kehrein 203), geht auch durch Westfalen und Hessen, und findet sich in Schlesien wieder (Weinhold 37ᵃ); hübel pro hügel grumus, umbo Steinbach 1, 789 als landschaftlich; auch in Obersachsen wenigstens in der bedeutung einer geschwulst oder eines wulstes: hübel, tuber, hübelgen an einer bohne, tuberculum fabae. Hederich 1334, hier von hügel unterschieden; niederl. hovel, heuvel collis, monticulus, clivus Kilian. s.hügel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1849, Z. 62.

hübel, m.

hübel, m.
hobel, s. sp. 1587.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1850, Z. 15.

hubel, m.

hubel, m.
trog in den zinnhütten, worin beim schmelzen der zinnstein mit schlacken beschickt wird. Jacobsson 2, 290ᵃ. vergl. unten hübeltrog.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1849, Z. 59.

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Zitationshilfe
„hübel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%BCbel>, abgerufen am 08.07.2020.

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