Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

hühnerdieb, m.

hühnerdieb, m.
der hühner stiehlt: er liesz den kopf hängen und sah zu boden wie ein hühnerdieb. Riehl culturgesch. nov. 418. vom fuchs:
was wird wohl unser ende sein?
fragt Isegrimm den fuchs: mein vater ward gehangen.
und meiner starb an gliederpein,
ihn hatten bauern grob empfangen,
versetzt der hühnerdieb.
Hagedorn 2, 138;
vom weihen, falco milvus, als dessen name auch das wort erscheint (Henisch 691. Nemnich, vgl. niederd. milvus kukendief Dief. 361ᵇ):
erschröckt der schwebend schatt des hünerdiebs, des weihen,
die kücklein ungefähr dasz sie getukkelt schreien.
Rompler 104;
hühnerdieb endlich auch name des hauswiesels. Nemnich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1878, Z. 76.

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Zitationshilfe
„hühnerdieb“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%BChnerdieb>, abgerufen am 06.07.2020.

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