Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

hühnlein, n.

hühnlein, n.
junges oder kleines huhn: das huͤnle oder hännele, pullaster Maaler 231ᵇ; gallinula ein hühnlein, kleines huhn, kleine henne Kirsch cornuc.;
das was ein hübsche und ein raine,
des mir das herz gleich nach ir echzet,
als ain hunlin, das an der sunnen lechzet.
fastn. sp. 333, 22;
ihr lauft ja so rasch, wie die hühnlein
über den hof, wenn die magd an der hausthür futter umherstreut!
Voss 1, 32;
in sprichwörtern und redensarten (vgl.huhn sp. 1876): dasz ich ihnen vestiglich versprach, es solte gut regiment gehalten, und nicht ein hünlein gescheuchet werden (auf dem marsche). Phil. Lugd. 3, 246; wir haben auch noch ein hünlein mit einander zu rupfen (etwas auszutragen). Eiselein;
es ist kein hühnlein also kiein,
es gatzget so viel, als der hahnen neun.
Lehmann bei Lessing 11, 679;
im vergleich von einem menschen: ich bin auch ein armes hühnlein, das eures brodes bedarf, sagte Franziska (zu einer die hühner fütternden frau), und bat sie um dienst. Hebel 3 (1853) s. 13.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1882, Z. 74.

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Zitationshilfe
„hühnlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%BChnlein>, abgerufen am 08.07.2020.

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