Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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hüle, f.

hüle, f.
sumpf, pfütze, das ahd. huliwa, mhd. hülwe, in älteren quellen wie noch jetzt in oberdeutschen mundarten fortlebend: palus hül, hulgen Dief. 408ᵇ; lacus hulgen 316ᵃ; lacus tief hulben, see, püczen nov. gloss. 227ᵃ; nachdem und oft ein hüll und pöser wege ist in den zeun und gerten vor der stat. Tucher baumeisterb. 204, 13; teich, stehendes wasser im allgemeinen: man lest den Vischpach gern durch dieselben hüll laufen ein stund oder zwue und fullt die hüll von fewers wegen, auch darumb, das das wasser nit als übel schmeckt (riecht). 238, 35; (zur verbesserung der luft) die sümpf, hülen, lachen, inn ein flieszend wasser zu richten: dieweil kundbar ist, das solche mosz, mur und pfützen faule dämpf erregen. Sebiz feldb. 8;
di frösch quaken in iren hulen.
H. Sachs 2, 1, 88ᵇ.
jetzt noch schwäbisch hile, hilb wassergrube. Schmid 277; bair. hül, hülgen, hülwen, höhlung im boden mit wasser angefüllt, lache. Schm. 1, 1084 f. Fromm. mit manchen weiterbildungen, auch in ortsnamen. vgl. auchgülle, und unten hüllmoos.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1894, Z. 63.

hüle, f.

hüle, f.
alte, bereits sp. 1715 erwähnte form für höhle: daʒ sü von sime anegesiht fluhent und sich wider in ir hüle leitent (se in concavis .. reponerent). d. städtechr. 8, 52, 27; ihr wiszt die ersten menschen wonten in hülen, da begab sich oft, das die wilden thier und menschen wolten vor ungewitter, kält oder hitz inn eine hül schliefen, da wolt keins das ander einlassen. Garg. 194ᵃ; der fürst oder regent über das stille meer und dessen hülen. Simpl. 2, 77 (vorher s. 76 kehreten wir .. durch eine andere höle aus dem meer in das centrum terrae);
sein hule war vom blut gesprengt.
Spreng aen. (1610) 58ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1894, Z. 52.

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Zitationshilfe
„hüle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%BCle>, abgerufen am 06.07.2020.

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