Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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hupfauf, hüpfauf

hupfauf, hüpfauf,
eigentlich imperativ zu aufhüpfen th. 1, sp. 672, als subst. masc. in zweifacher bedeutung begegnend.
1)
name eines tanzes in dreitheiligem tact. der hupfauf als überschr. in Newsidlers newgeordent künstl. lautenbuche (Nürnb. 1536) th. 1, bl. e 2ᵇ;
ei, jtzt geht erst der hupfauf an:
drumb habt nur achtung auf mein geign!
J. Ayrer fastn. sp. 100ᵃ (2840, 4 Keller);
Pretor: ach hör auf! dann ich alter mann
fürwar nit lenger tanzen kan.
sichst nicht, wie mir der schweisz rab lauft?
Dölla: ei herr, jtzt kummt erst der hupfauf.
101ᵇ (2846, 20).
übertragen auf eine geile regung: ein wolbetagter man bei sibenzig jaren alt, dem der hüpfauf schier geleget, doch darumb im die flammen und brunst der liebe nit gar auszgeschlagen noch vergangen waren. Bocc. (1580) 1, 36ᵇ.
2)
hüpfauf, der sattelförmige brustknochen von vögeln, vorzüglich von gänsen, aus denen kinder ein von selbst aufhüpfendes spielzeug machen. Rüdiger neuester zuwachs 2, 86; auch hopfhaus genannt. ebenda 5, 207; in Baiern hupfhainzel, hupferhänsel. Schm. 1, 1142 Fromm. aus seiner farbe weissagt man das künftige winterwetter, vgl. Grimm mythol. 1068 f.:
der hüpuf ist so gut als sonst ein allmanach,
die bauern sehn daraus des winters ungemach.
neu eröffnetes musencabinet (Lpz. 1702) s. 1141 (ged. mit der überschr. Gänse-Toffels gebratene märtensgans).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1953, Z. 52.

hupfauf, hüpfauf

hupfauf, hüpfauf,
eigentlich imperativ zu aufhüpfen th. 1, sp. 672, als subst. masc. in zweifacher bedeutung begegnend.
1)
name eines tanzes in dreitheiligem tact. der hupfauf als überschr. in Newsidlers newgeordent künstl. lautenbuche (Nürnb. 1536) th. 1, bl. e 2ᵇ;
ei, jtzt geht erst der hupfauf an:
drumb habt nur achtung auf mein geign!
J. Ayrer fastn. sp. 100ᵃ (2840, 4 Keller);
Pretor: ach hör auf! dann ich alter mann
fürwar nit lenger tanzen kan.
sichst nicht, wie mir der schweisz rab lauft?
Dölla: ei herr, jtzt kummt erst der hupfauf.
101ᵇ (2846, 20).
übertragen auf eine geile regung: ein wolbetagter man bei sibenzig jaren alt, dem der hüpfauf schier geleget, doch darumb im die flammen und brunst der liebe nit gar auszgeschlagen noch vergangen waren. Bocc. (1580) 1, 36ᵇ.
2)
hüpfauf, der sattelförmige brustknochen von vögeln, vorzüglich von gänsen, aus denen kinder ein von selbst aufhüpfendes spielzeug machen. Rüdiger neuester zuwachs 2, 86; auch hopfhaus genannt. ebenda 5, 207; in Baiern hupfhainzel, hupferhänsel. Schm. 1, 1142 Fromm. aus seiner farbe weissagt man das künftige winterwetter, vgl. Grimm mythol. 1068 f.:
der hüpuf ist so gut als sonst ein allmanach,
die bauern sehn daraus des winters ungemach.
neu eröffnetes musencabinet (Lpz. 1702) s. 1141 (ged. mit der überschr. Gänse-Toffels gebratene märtensgans).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1953, Z. 52.

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Zitationshilfe
„hüpfauf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%BCpfauf>, abgerufen am 07.07.2020.

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