Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

hütchen, n.

hütchen, n.
kleiner hut: pilleolum hoetghen Dief. 435ᵃ (kölnisch, anf. des 16. jahrh.); piliolus houdeken nov. gloss. 291 (niedersächsisch); hüttchen, pileolus Steinbach 1, 798; ein allerliebstes Pariser hütchen. E. T. A. Hoffmann (1844) 1, 182; kleiner hut der gaukler (vgl. hütlein), davon unter dem hütchen spielen, heimlich etwas treiben, mit dem nebensinne des überlistens: dasz ich mit andern leuten unter dem hütgen spiele. Chr. Weise comöd. 260;
weil sich die erde fühlt
und unterm hütgen spielt.
curiöse gedanken v. deutschen versen 425;
ein hutähnlicher gegenstand: lichtknecht, hütchen, ein von zinn, messing oder anderm metall hohl getriebenes, und an dem einen ende zugespitztes hütchen, so man über die lichter beim auslöschen deckt. Jacobsson 2, 609ᵃ, ferner ein ähnlich geformtes gerät, welches über wunde weibliche brustwarzen gezogen wird, um kindern das saugen zu ermöglichen; die kleine mit etwas zündmasse versehene metallkapsel auf den hahn eines percussionsgewehres, vergl. zündhütchen; endlich auch der punkt auf dem i: (einer) welcher von dem hütchen über dem buchstaben i 2 folianten voll erklärungen heraus zu geben versprach. Günther 1107.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 1985, Z. 66.

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Zitationshilfe
„hütchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/h%C3%BCtchen>, abgerufen am 08.07.2020.

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