hallelujah, halleluja
Fundstelle: Lfg. 1 (1868), Bd. IV,II (1877), Sp. 232, Z. 24
der hebr. jubelruf היָ־וללֲהַ preiset gott, der aus den psalmen (als alleluia) in die lateinischen hymnen der christlichen kirche, durch Luther auch in das deutsche kirchenlied übergieng:
des wir sollen frölich sein,
gott loben und dankbar sein,
und singen haleluia, haleluia.
werke 8, 359ᵇ.
seit dem 16. jahrhundert vielfach gebraucht, in hymnen und andern stücken religiösen schwunges:
halleluja dem ders gemacht!
halleluja dem ders gegeben!
Fr. Müller 1, 19;
lebst noch, herz? lebest, ach ja!
du lebest, o halleluja!
wer hat dich errettet, wer dich beschützet?
der aus den wolken auf verräther blitzet.
halleluja!
3, 257;
auch als substantivum:
wenn ich mich in die jubelchöre. ...
mich in den ruf der frohen halleluja dränge,
der laut entzückungen ruft.
Klopstock 7, 294;
daher: seit der stunde singt es durch alle meine gedanken und empfindungen immer und immer wie ein himmlisches hallelujah. Immermann Münchh. 4, 136. aber es ist auch volksmäszig geworden und scherzend in profanen gebrauch übergegangen, wer mit einer schweren arbeit fertig geworden, ruft hallelujah, freudiges bewegtes leben, auch in einem wirtshause, hört man im Osterlande ein hallelujah nennen, wol nicht ohne dasz die substantivisch gebrauchte interjection halloh (s. unten) hierauf eingewirkt haben mag; bekannt ist die triviale redensart aus dir wird nichts, hallelujah, die einem ältern studentenliede entstammt, und in der, wie auch sonst öfter und namentlich in den oben von Müller gegebenen stellen die betonung hallelújah der hallélujah gewichen ist.
Zitationshilfe
„hallelujah“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hallelujah>, abgerufen am 18.08.2019.

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