hampfel f
Fundstelle: Lfg. 2 (1869), Bd. IV,II (1877), Sp. 322, Z. 49
quantum manu capitur, entstanden aus handvoll, wie arfel (1, 563) aus armvoll, mumpfel aus mundvoll, was die schweizerische form handfel, handfele neben hampfel, hampfele (Stalder 2, 16) deutlich zeigt. der ausdruck geht durch die ober- und mitteldeutschen dialecte in der form hampfel (vgl. Lexer 132) oder hamfel (aus dem Elsasz Fromm. 6, 260); in Obersachsen mit der diminutivbildung hämfelchen, ein hämfelchen salz; mitteldeutsch ist hampel mit verhärteter labialis, z. b. in Hessen Vilmar 147. so heiszt auch ein kleines, mit der hand zu erraffendes bündel ähren, deren mehrere in eine garbe vereinigt werden: handvoll, et contr. eine hampfel sive hämpfel pugillus, manipulus Stieler 752;
wie sich dein froh gesinde bückt,
aus hampeln garben macht, und die zur scheune schickt.
Wernike 266.
s. handvoll.
Zitationshilfe
„hampfel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hampfel>, abgerufen am 19.11.2019.

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