happig adj. und adv.
Fundstelle: Lfg. 2 (1869), Bd. IV,II (1877), Sp. 473, Z. 20
begierig, gern zugreifend, aus Niederdeutschland bis nach Kärnthen vorgedrungen: happik gierig nach etwas Lexer 134; in Hessen in der allitterierenden verbindung hungrig und happig Vilmar 150: in Italien thut man auf mädchen sehr happig und eifrig, selbst auf feile mädchen. Bode übers. von Montaigne 5, 248; dem weichen viele aus, wahrscheinlich weil sie auf ihre eigne bekanntschaft nicht sehr happich sind. Holtei Lammfell 2, 146. im Osterlande ist happig in die bedeutung derb, ungewöhnlich stark, ausgewichen: eine happige kälte, eine kälte die durch ihr ungewöhnliches auftreten gleichsam packt; du muszt nicht zu happig mit ihm verfahren.
Zitationshilfe
„happig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/happig>, abgerufen am 17.11.2019.

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