hoffentlich adj. und adv
Fundstelle: Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1672, Z. 44
was zu hoffen ist; mhd. hoffenlîch neben hofflîch (Lexer wb. 1, 1322), das später eingetretene t ist nicht zeichen eines participii präsentis, sondern hat (wie der gleiche laut in flehentlich, allenthalben u. ähnl.) keinen etymologischen wert. die adjectivische verwendung, die mhd. statt hat, findet sich in der neuern sprache nur noch selten: in guten stunden hoffentlicher friedensruhe. Göthe briefe an Voigt 275; gewöhnlich ist es nur adverb: hoffentlich, ut spero, ut spes est. Frisch 1, 461ᵇ; ich will dich hoffentlich bald sehen, te ut spero, propediem videbo. Steinbach 1, 768; hoffentlich werden sie mich kennen. Schiller kab. u. liebe 1, 2; wo doch hoffentlich deine ehre nichts einwenden wird? 1, 7;
es wird ihr hoffentlich nicht schaden.
Göthe 12, 184.
Zitationshilfe
„hoffentlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hoffentlich>, abgerufen am 20.02.2019.

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