Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hofkind, n.

hofkind, n.
1)
edelknabe oder jungfrau an einem fürstlichen hofe (vgl. kind II, 3, e, theil 5 sp. 711):
dasz under allen hoffkinden
der vortrit wurde mein.
fastn. sp. 411, 21.
2)
nach kind II, 7, a, theil 5, 717, der auf einem lehnhofe geborene unterthan, durch geburt dort eingesessen: man sol auch dieselben dingen (gerichtstage) ieweders vor sime zil ahte tage anvohen zuo gebietende den hofekinden. und welem hofekinde das gebot in denselben .. verkündet wurt, der sol bi sime eide .. gehorsam sin zuo dem ding zuo kummende. weisth. 5, 385 (Elsasz von 1349).
3)
in Westfalen, das kind einer hofhörigen person.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1687, Z. 5.

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Zitationshilfe
„hofkind“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hofkind>.

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