Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hofsprache, f.

hofsprache, f.
1)
der versammlungstag der hofhörigen leute im stifte Osnabrück. Möser patr. phant. 2, 352; eilte der alte zum meierhofe, und erhielt sogleich von dem redemeier, dasz eine hofsprache angesaget wurde. 355. sie ist auch mit, vergnügungen verbunden: wenn sie jährlich auf der hofsprache, welche die herrschaft damals noch mit ihrer gegenwart zu beehren pflegte, tanzte. 352.
2)
die sprache eines fürstlichen hofes: wie man der französischen sprache niemals den vorzug streitig machen wird, als ausgebildete hof- und weltsprache sich immer mehr aus- und fortbildend zu wirken. Göthe 23, 264; da die haagsche hofsprache (die sprache des hofes im Haag) französisch ist. signale für die music. welt, jahrg. 1866 s. 843.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1700, Z. 2.

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Zitationshilfe
„hofsprache“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hofsprache>.

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