Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hofsuppe, f.

hofsuppe, f.
(neben hofesuppe, s. d.), suppe wie sie bei hofe gereicht wird, entweder mit hervorhebung des gut bereiteten: hofsuppe, jus adipatum, seu adipale Stieler 1687; oder des reichlich gespendeten: brief und hoffsuppen sind zu hoff wolfeiler dann ein baurn juppen. S. Frank sprichw. 1, 81ᵃ. als redensart: der hofsuppe nachreiten, bei hofe gegen das essen, umsonst dienen: herzog Erich .. hett einen alten diener, der lang der hofsuppen nachgeritten, auf gnad gedienet. Kirchhof wendunm. 46ᵇ; die hofsuppe deuen aber heiszt bei H. Sachs elende suppe verzehren, wie sie von hofe weg an arme gereicht wird, daher sich ärmlich behelfen:
die hofsuppen musz ich wol dewen,
und musz die berenklawen saugen,
meins elends kan ich nicht verlaugen.
2, 4, 5ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1701, Z. 69.

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Zitationshilfe
„hofsuppe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hofsuppe>.

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