Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hohlhippeln, verb.

hohlhippeln, verb.
schmähen, lästern, spotten (s. oben unter hohlhippe):
das du mich nun zum andern mal
hohlhipelst.
Hayneccius Hansoframea 4, 3;
und rhümest dich doch, du wöllest leiden als ein gottes priester mein holhippellen, welchs ich von dir nu drei mal erlidden und geschwiegen. Luther 1, 361ᵃ; es het das holhipeln uber diesen mann noch eine weile gewehret, wann nit etliche schergen gelaufen gekommen. Phil. Lugd. 3, 297. — In Düringen und im osterlande ist der volksausdruck hohniepeln aufziehen, verspotten, gewis nur eine umdeutung von hohlhippeln mit anlehnung an hohn, und es fragt sich, ob nicht auch in dem schriftausdrucke hohnecken, hohnnecken (s. d.), sowie in hohnäffen eine ähnliche solche umdeutung vorliegt. vgl. die form holhimpfen unter dem folgenden worte.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1718, Z. 76.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
hofhalt honigthau
Zitationshilfe
„hohlhippeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hohlhippeln>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)