Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hohlkehle, f.

hohlkehle, f.
ein glied der baukunst, das in seiner breite und tiefe nach einem halben zirkel oder nach einem quadranten ausgehöhlt ist. bei den tischlern heiszt jede nach einem zirkelbogen ausgehöhlte rinne einer verkehlung oder eines gesimses so. Jacobsson 2, 274ᵃ; vgl. kehle 5, a theil 5, sp. 398: striges, canaliculi (an säulen) holkelen. Junius nom. 1577 155ᵇ; holkäl, lang gehölt streimen an eim ding, wie an etlichen seülen und stüden, canaliculus columnarum, stria, striatura Maaler 230ᶜ; sol meister Hans Herbst dʒ werk (altarwerk) uff dʒ best und kostlichest fassen, namlich den tabernackel ganz vergulden brunieren und von dem besten gold, und sollen die holkälen bluw sin, desglichen die bild im tabernackel mit ir kleidung alle verguldet, och die pfiler, und söllent die holkelen bluw sin. anz. d. germ. mus. 1866, 272. 273 (Basel v. 1518). die tischler brauchen zur fertigung von hohlkehlen einen hohlkehlhobel, die drechsler einen hohlkehlstahl.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1719, Z. 73.

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Zitationshilfe
„hohlkehle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hohlkehle>.

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