Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hoia, interj.

hoia, interj.
in aufmunterndem sinne: hoya, fraw Melibea, hör, hör wunder. Wirsung Calixstus (1520) Q 8ᵈ; oder als ausdruck der freude: er brett einen braten und settiget sich, wermet sich auch, und spricht, hoia, ich bin warm worden, ich sehe meinen lust am fewr. Jes. 44, 16;
hoia, hoia, das ist ein guter sinn!
fastn. sp. 818, 9;
vgl. heia sp. 737. — Der jägerschrei hoiachtaa scheint in seiner ersten silbe die interjection, in den letzten den durch die partikel â verstärkten imperativ des mhd. âhten verfolger. zu enthalten: sollen sie (bei der verfolgung eines hirsches) .. iren hunden lieblich zuͦsprechen und hoiachtaa schreien. Sebiz feldb. 586; dafür die verkürzte form hoichta 568; hoichta, ju, ju, den gatter zu, dasz auszflieg kein kuh. Garg. 84ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1730, Z. 70.

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Zitationshilfe
„hoia“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hoia>.

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