Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

holzapfel, m.

holzapfel, m.
pyrus malus sylvestris; mhd. holzapfel, bei Megenberg 329, 26 auch im sing. holzöpfel; macianum holzapfel Dief. 341ᶜ; als herbe und schlechte speise in vielen sprichwörtlichen redensarten verrufen: beschwernus ist wie ein rauch in augen, wie ein holzapfel in zähnen. Lehmann 93; man hat ihm holzäpfel angericht (ihm verdrusz gemacht). 95; eltern essen oft holzäpfel, davon den kindern die zähn stumpf werden. 192; er hat holzäpfel gessen (sieht sauer). Schottel 1126ᵃ; thue als wenn du in einen sauren holzapfel aus dem Westerwalde gebissen hättest. reime dich 164;
und soll zwei jar eitel holzöpfel essen,
die man den schweinen het fürgemessen.
fastn. sp. 308, 20;
langt die pasteten, bringt die fladen,
wolt ihr gest zu holzöpfeln laden?
grobianus (1568) F ijᵃ (b. 2, cap. 1);
in einem spottvers auf die Hessen heiszt es:
wann schleen und holzäpfel nicht gerathen,
so haben sie weder zu sieden noch zu braten.
zimmermannssprüche B 7ᵇ. Simrock sprichw. 248;
ich habe doch so viel vernunft, dasz ich weisz, dasz holzäpfel keine quitten sind. Wieland 11, 188.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Bd. IV,II (1877), Sp. 1766, Z. 77.

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Zitationshilfe
„holzapfel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/holzapfel>.

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