Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

holzschlägel, m.

holzschlägel, m.
1)
hölzerner schlägel zum eintreiben der eisenkeile beim spalten des brennholzes:
die schidachs und den holsschlegel.
fastn. sp. 821, 24;
mein nasen ist gfurmbt wie ein holzschlegel.
H. Sachs 3, 3, 15;
dein arm geben zwen trüschelflegl
oder zwei helb an zwen holzschlegl.
J. Ayrer fastn. sp. 74ᵇ (2708, 24 Keller).
sprichwörtlich: wer glück hat, dem kälbert der holzschlägel; einem mit dem holzschlägel winken, in grober, nicht miszuverstehender weise: Sepp, dem man sonst doch nicht mit holzschlägeln zu winken brauchte, hätte von rechtswegen schon lange merken sollen, wie viel es geschlagen habe. Felder sonderl. 1, 71; ja, fraueli .. etwas recht musz ich dir geben, dasz du dich wehrst, man sieht daraus .. dasz deine nase kein holzschlägel ist. J. Gotthelf schuldenb. 8.
2)
holzschlägel bei den kupferschmieden ein hölzerner hammer, womit die kessel gerichtet werden. Jacobsson 2, 281ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1779, Z. 25.

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Zitationshilfe
„holzschlägel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/holzschl%C3%A4gel>.

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