Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

honett, adj.

honett, adj.
im 17. jahrh. aus dem französischen (honnête) herübergenommen, im sinne von achtbar, anständig: in den katalogen findet man wohl lauter honnete namen. Göthe 17, 180; will ich denn honett handeln? wer bezahlt mir das? Kotzebue dram. sp. 2, 330. meist nur in bezug auf rang oder äuszerlichen anstand gebraucht: muste ich mich, wenn ich galans haben wolte, an die bedienten von der prinzlichen bande halten; nicht ein einziger honetter mensch sahe auf mich. span. Robinson 3 (1736) s. 61; (er muste) eines honetten mords — eines duells wegen entfliehen. Lessing 1, 328; es schickt sich für honette mädchen nicht, wenns später in die nacht dauert. Fr. Müller 2, 113; man hielt ihn für nichts besseres, als für ein stück honetten gauners. Immermann Münchh. 1, 167.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1785, Z. 62.

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Zitationshilfe
„honett“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/honett>.

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