Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hophe, hophei, n.

hophe, hophei, n.
verächtliche bezeichnung eines geringen hab und gutes: fränk. hopphê, hoppehê, hoppetihê, dimin. hopphêlein Schm. 1, 1140 Fromm.; meisznisch hophê, hophêchen; märk. hopphei, hoppheiken. Danneil 85; sein ganzes hopphöhe. Wucke sagen der Werra 1, 91; wenn uns der grosze kerl nur nicht einmal mit all unserm hophey davon läuft. Arnim 1, 57; heh frau, Ruthe kömmt die treppe herauf. er will gewisz sehen, ob die gerichtlichen hundsfütter unser hophehchen ganz aufgeschrieben haben. Weisze kom. opern 2, 222. Das wort ist nichts anders als die interjection hopp hei in substantiver verwendung, die zunächst ein ausdruck des lustigen, leichten emporspringens, sonst als substantiv auch verwendet wird in der bedeutung lustiges fest, lustige gesellschaft (Schütze 2, 162. Brem. wörterb. 2, 655), lärm, getümmel (Frommann 5, 148 aus Fallersleben), und selbst fehler, miszlingen (hoppheu, hopphê in diesem sinne im Lippeschen und Ravensbergschen 6, 212). die obenangegebene bedeutung denkt an die leichte habe, die ein lustiges tanzen durch die welt nicht hindert.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1798, Z. 18.

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Zitationshilfe
„hophei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hophei>.

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