Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hopp, hop

hopp, hop,
1)
interj. zur bezeichnung lustigen springens oder trabens, an das verbum hoppen anlehnend:
ich brings herrn ... da,
singt darzu hop hey sa sa.
Harlequins hochzeit- u. kindtaufenschmausz 49;
und hurre hurre, hop hop hop!
giengs fort in sausendem galopp.
Bürger 14ᵇ;
vgl. unten hops und hopsasa. bei Fr. Müller als interjection des rufes: (dunkler wald, nacht). Carl allein im finstern. Carl: hopp! hopp! im wald: hopp! Carl: hast noch nichts, feuer oder licht erblickt? 3, 236; vgl. hupp als jägerruf Schm. 1, 1141 Fromm.
2)
als subst. in der bedeutung springender, lebhafter tanz (vgl. auch unten hoppeltanz):
so rennet nun alles in vollem galopp
und kürt sich im saale sein plätzchen;
zum drehen und walzen und lustigem hopp
erkieset sich jeder ein schätzchen.
Göthe 1, 197.
3)
in der verbindung hopp sein, mit seinem vermögen zu ende sein, bankerot sein, auch todt sein, so hessisch. Vilmar 174; nassauisch hupp sein und hopp sein. Kehrein 205. hier erinnert hopp an das leichte auf- und weghüpfen, wie in ähnlichem bilde studentisch eine verbindung aufgeflogen, zu ende gegangen ist. vgl. auch hoppas und hops.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1798, Z. 36.

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Zitationshilfe
„hopp“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hopp>.

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