Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hoppelpoppel, m.

hoppelpoppel, m.
eine reimende, zunächst an die verben hoppeln und poppeln (bobbeln, bubbeln theil 2, 198) sich anschlieszende wortverbindung, die allgemein etwas bewegliches, unruhiges bezeichnet; J. Paul hat sie auf das herz angewendet, doch in der rede eines gespreizten menschen und nicht ohne jenes wort erklärend hinzuzusetzen: nun können sie vor feinheit nichts mehr vorbringen, und wenn sie toll würden. ich für meine person setze vieles in den hoppelpoppel oder das herz. flegelj. 2, 39. sonst bezeichnet man mit hoppelpoppel ein gewisses getränk, dessen bereitung durch anhaltendes schlagen und rühren geschieht; so rheinisch: hoppelpoppel, getränk, das aus rhum, eiern und zucker besteht. Kehrein nachtr. 25; 'dat gel von't ei' zerschlagen mit zucker und rum vermischt wird unter dem namen hoppelpoppel genommen, 'üm de bost smîdig tô maken'. Schiller zum mecklenb. thier- und kräuterbuch 3, 17. J. Kerner hielt sache und namen für russisch: hopelpobel war ein getränk von thee, eigelb und kirschengeist, ächt russischer art, wie wahrscheinlich auch der name. bilderbuch s. 222.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1799, Z. 12.

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Zitationshilfe
„hoppelpoppel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hoppelpoppel>.

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